Grundlagen, Informationen
Rhabarber
Rhabarber meist wie Obst zubereitet wird, gehört er botanisch zum Gemüse. Denn: Zum Obst werden nur
Früchte einer Pflanze gezählt, nie die Stiele.
Einkauf & Lagerung: Rhabarber wird meist nach Gewicht verkauft, manchmal im Bund. Die Stangen sollten
fest und an den Schnittstellen saftig sein. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält er sich im Gemüsefach des
Kühlschranks mehrere Tage. Einfrieren: roh in Stücken ohne Zucker oder als Kompott. 8-10 Monate
haltbar.
So schmeckt er am besten: Mit Zucker, Zitrone, Zimt, Ingwer, Vanille, Mandeln, grünem Pfeffer, Zwiebeln,
Sahne, gesüßter Milch, zu Orangen & Erdbeeren.
Infos über Oxalsäure: Rhabarber enthält Oxalsäure, die kalkzehrend ist. Dem kann man entgegenwirken,
indem man gleichzeitig calciumreiche Lebensmittel isst. Die Stiele nur bis Johann! (24.6.) ernten, danach
steigt der Oxalsäuregehalt stark an. Und: Personen mit Steinleiden oder Gicht sollten lieber ihren Arzt
fragen.
Gesundheit pur: Mineralien (v. a. Kalium) liefert er reichlich und hat nur 14 kcal/100 g. Er ist blutreinigend,
verdauungs-fördernd. Ideal für Frühjahrskuren.
STECKBRIEF:
Botanik: Knöterichgewächs; mehrjährige Staude; verzehrt werden die Blattstiele.
Herkunftsländer: Deutschland, Holland, Belgien.
Saison: Januar bis Mitte April: aus Unterglas-Anbau; Mitte April bis Ende Juni: aus heimischem Freiland-
Anbau.
Sorten: Von herb bis mild: Die Farbe der Stangen verrät den Geschmack:
GRÜN-GRÜN: Braucht viel Zucker: Rhabarber mit grüner Schale und grünem Fruchtfleisch ist besonders
sauer. Kompott oder Konfitüre aus ihm lassen sich mit Erdbeeren, rotem Saft oder Himbeersirup farblich
aufpeppen.
ROT-GRÜN: Würzig und säuerlich: Stangen mit roter Schale und grünem Fruchtfleisch werden im
Supermarkt am häufigsten angeboten. Wenn möglich, nicht schälen, damit die Farbe erhalten bleibt.
ROT-ROT: Die Milden: Durch und durch rote Sorten werden auch Himbeer- oder Blutrhabarber genannt. Sie
schmecken fein süßlich und enthalten am wenigsten Oxalsäure. Oft etwas teurer als andere Sorten.
Küchen-Tipp: nie in Alu-Töpfen garen: Die Säure greift das Metall an, das sich schwarz färbt und in die
Speisen übergeht.
So bereitet man ihn richtig vor:
Putzen: die Blätter abschneiden. Da sie schädlich sind, sollte man sie nicht mitverwenden. Die Stangen
muss man nicht schälen, nur sehr zähe Fasern mit dem Messer von unten abziehen.
Mehrere Stangen zusammenfassen und je nach Rezept in Scheibchen oder größere Stücke schneiden.
Kompott: mit wenig Wasser und Zitrone weich kochen. Erst nachher süßen, denn das spart Zucker.
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